Informationen für Angehörige

Die Suchterkrankung betrifft meist auch Angehörige und nahestehende Personen. Auch diese Personen leiden unter den Folgen der Sucht und geraten oftmals in einen Teufelskreis - meist in Form von Co-Abhängigkeit, Scham, Überforderung, Erschöpfung usw. Das Risiko, beispielsweise an einer Depression zu erkranken, steigt.

Wie können Sie sich verhalten?

Sprechen Sie ehrlich und transparent mit dem Suchtkranken, zeigen ihm ihre Grenzen auf, bieten Sie Hilfe und Unterstützung an und sorgen Sie für sich selbst. Angehörige und nahestehende Personen können sich Hilfe von außen holen, schon bevor der Suchtkranke seine Sucht als solche erkennt. Sie können den Weg weisen und den Betroffenen ermutigen, sich selbst Hilfe zu holen.

Unterstützung und Motivation

Scheuen Sie sich nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass jeder seinen eigenen Weg geht und dabei wenn nötig Hilfe erhalten kann. Zeigen Sie Respekt für die Leistungen, die Sie, als Angehöriger, aber vor allem auch der Erkrankte selbst, erbringen, und feiern Sie gemeinsam die Erfolge auf dem gemeinsamen Weg zur Genesung und Stabilität.

Es ist wichtig, sich gegenseitig zu motivieren , um weiterhin standhaft zu bleiben. Lassen Sie sich nicht von Stigmatisierung oder Beschämung beeinflussen, sondern gehen Sie Ihren Weg mit Stolz und Engagement.

Einblick in die Abstinenz

Das unten verlinkte Video gibt Ihnen einen Einblick, was es für einen Erkrankten bedeutet, abstinent zu sein und zu bleiben.

Kinder aus der Verantwortung nehmen

Betroffene und Angehörige unterschätzen, dass Kinder mehr mitbekommen, als sie vielleicht denken. Sie sollten mit Kindern offen über die Erkrankung des Betroffenen sprechen, um den Kindern Sicherheit zu vermitteln. Bitte denken Sie stets daran, dass Schuldgefühle und Schuldzuweisungen den Kinder enorm schaden können.

Die Eltern müssen Verantwortung übernehmen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um die Kinder nicht überfordern. Sie können die Kinder in den Genesungsprozess miteinbeziehen, wenn dies angemessen ist. Kinder brauchen eine sichere und stabile Umgebung, in der sie sich entfalten und unbelastet aufwachsen können.

Es ist nicht die Aufgabe der Kinder, die Suchtprobleme der Eltern zu lösen.

Mehr Informationen über den Umgang mit Suchtkranken bzw. über unsere Klinik erhalten Sie über unser Kontaktformular oder unter Tel. +49 8532 708-2004.